E-Scooter Pinneberg: Lime, die Sharing-Richtlinie der Stadt und die Regeln

Einen E-Scooter in Pinneberg leihst du in der App des Anbieters, etwa bei Lime; ab welchem Alter du mietest, schau in der App nach. Im Mai 2026 stellte die Stadt eine Sharing-Richtlinie vor: Künftig sollen höchstens 300 Leih-Scooter im Stadtgebiet stehen, jeder Anbieter braucht eine Sondernutzungserlaubnis und zahlt 50 € je Roller und Jahr. Auf Grünflächen, in Parks, rund um Schulen und in der Fussgängerzone beendest du laut Stadt keine Fahrt. Durch eine Fussgängerzone fährst du nur, wo ein Schild es erlaubt.

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Welche E-Scooter-Anbieter gibt es in Pinneberg?

Lime vermietet in Pinneberg E-Scooter. Am Montag, 2. November 2026, zeigte die Karte rund um Pinneberg um 20:02 Uhr rund 490 Lime-Scooter nach der letzten Zählung. Gemietet wird in der App des Anbieters, dort siehst du auch, wo die Scooter gerade stehen. Schritt für Schritt: E-Scooter mieten.

2022 boten laut Stadt erstmals zwei Unternehmen Leih-Scooter in Pinneberg an. Eines davon, Tier, stellte den Betrieb im Sommer 2024 ein; danach gab es nur noch die Scooter von Lime. Im März 2025 kamen laut Stadt zwei weitere dazu: am 1. März Voi und ab 14. März Dott, das aus der Fusion von Dott und Tier entstanden ist. Ob Voi und Dott heute noch in Pinneberg vermieten, zeigt dir ihre App.

Was kostet ein E-Scooter in Pinneberg?

Den Preis legt jeder Anbieter selbst fest: Schau in der App nach. Verbindlich ist der Preis, den die App vor dem Entsperren zeigt.

Die Anbieter zahlen ihrerseits an die Stadt: Laut der Gebührensatzung zur Sondernutzung, die die Ratsversammlung am 25. Juni 2026 beschlossen hat, kostet jedes Fahrzeug im Sinne der Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung, das in einem Verleihsystem im Stadtgebiet bereitsteht, 50 € im Jahr.

Die Sharing-Richtlinie der Stadt: 300 Roller, Erlaubnis, Gebühr

«Verbieten können wir die E-Scooter übrigens nicht», sagte der Bürgermeister im Februar 2025; ob die Anbieter für eine Sondernutzung Gebühren zahlen müssen, bewerteten die Verwaltungsgerichte damals unterschiedlich.

Am 22. Mai 2026 meldete die Stadt eine Sharing-Richtlinie für gewerbliche E-Scooter-Verleihsysteme. Sie reagiert damit laut ihrer Mitteilung auf die wachsende Nutzung und auf Beschwerden über falsch abgestellte oder umgefallene Scooter. Künftig gelten laut der Mitteilung diese Punkte:

  • Erlaubnis: Das Abstellen von E-Scootern im öffentlichen Raum stuft die Stadt als Sondernutzung ein. Jeder Anbieter muss dafür eine Sondernutzungserlaubnis beantragen.
  • Obergrenze: Im ganzen Stadtgebiet sind höchstens 300 E-Scooter erlaubt. Die Grenze beruht laut Stadt auf den bisherigen Erfahrungen und soll eine Überlastung des öffentlichen Raums verhindern. Die Lage, als drei Anbieter zugleich rund 450 Fahrzeuge in Pinneberg hatten, nannte der Bürgermeister «untragbar».
  • Waldenau: 5 Prozent der Flotte müssen im Stadtteil Waldenau stehen, um auch dort die Nahmobilität zu stärken.
  • Gebühr: 50 € je Fahrzeug und Jahr.
  • Abstellen: In der Innenstadt dürfen E-Scooter nur auf ausgewiesenen Stellflächen stehen. Im ganzen Stadtgebiet werden Parkverbotszonen eingerichtet, in denen die Anbieter das Abstellen technisch verhindern müssen.
  • Pflichten der Anbieter: regelmässige Kontrollen der Fahrzeuge, kurze Reaktionszeiten bei falsch abgestellten Scootern, technische Lösungen fürs richtige Parken, Daten zur Nutzung, und sie müssen ihre Kundinnen und Kunden identifizieren können.
  • Befristung: Die Erlaubnisse gelten höchstens zwei Jahre und werden in einem Interessenbekundungsverfahren vergeben. So soll der Wettbewerb fair bleiben und neuen Anbietern der Marktzugang offenstehen.

Am 25. Juni 2026 beschloss die Ratsversammlung eine neue Satzung über die Sondernutzung an öffentlichen Strassen und eine Gebührensatzung dazu, beide vom 1. Juli 2026. Nach der Satzung wird eine Sondernutzungserlaubnis nur auf Zeit oder auf Widerruf erteilt. Einen Anspruch darauf gibt es nicht, und die Stadt kann sie etwa aus Gründen der Sicherheit oder Leichtigkeit des Verkehrs versagen oder widerrufen.

Wo darf man in Pinneberg mit dem E-Scooter fahren?

Für E-Scooter gilt laut Stadt eine Radwegebenutzungspflicht: Du fährst auf dem Radweg, dem Radfahrstreifen oder in der Fahrradstrasse; wo es nichts davon gibt, auf der Fahrbahn oder im verkehrsberuhigten Bereich. Gehwege sind tabu.

Fussgängerzone: In eine Fussgängerzone darfst du mit dem E-Scooter nur, wo ein Schild «Elektrokleinstfahrzeuge frei» sie öffnet; ab 1. März 2027 genügt auch «Radverkehr frei», dann im Schritttempo. Massgeblich sind die Schilder vor Ort.

Kontrollen in der Innenstadt: Seit dem 1. April 2026 arbeiten Polizei und Kommunaler Ordnungsdienst (KOD) in der neuen Innenstadtwache zusammen. In den ersten Wochen ermahnte der KOD laut Stadt mehr als 100-mal Rad- und E-Scooter-Fahrer, weil sie verbotswidrig durch die Fussgängerzone fuhren. Verwarn- und Bussgelder verhängt dabei die Polizei, weil es um den fliessenden Verkehr geht. Im Mai 2026 kündigte die Stadt an, die Kontrollen weiter zu verstärken. «Die Fussgängerzone gehört in erster Linie den Fussgängerinnen und Fussgängern», sagte der Bürgermeister; Rücksicht gelte auch dort, wo Rad und E-Scooter fahren dürfen.

Allein: Auf einem E-Scooter darf nur eine Person fahren. Der Bürgermeister bat Eltern, mit ihren Kindern über sichere Fahrten zu sprechen: Immer wieder seien zwei Personen gemeinsam auf einem Roller unterwegs, und das sei gefährlich für alle Beteiligten.

Was in Elmshorn und in Hamburg gilt, steht in E-Scooter in Elmshorn und E-Scooter in Hamburg.

E-Scooter in Pinneberg abstellen: Verbotszonen und Bussgelder

Als Voi im Februar 2025 seinen Start vorbereitete, legten Verwaltung und Unternehmen laut Stadt das Gebiet fest, in dem die Scooter fahren, und die Parkverbotszonen. Ein Abstellverbot gilt unter anderem:

  • auf Grünflächen
  • in Parkanlagen
  • rund um Schulen
  • in der Fussgängerzone

Dort lässt sich die Leihe nicht beenden. Die Stadt schaue regelmässig, ob die Parkverbotszonen geändert werden müssen, sagte der Bürgermeister damals. Laut der Richtlinie vom Mai 2026 sollen Leih-Scooter in der Innenstadt künftig nur auf ausgewiesenen Stellflächen stehen. Wo du heute abstellen darfst, zeigt dir die App.

Ausserhalb der Verbotszonen darfst du den Scooter laut Stadt am Strassenrand oder auf dem Gehweg abstellen, aber so, dass Fussgänger, Rollstuhlfahrer und andere nicht behindert oder gefährdet werden. Ein achtlos abgestellter Scooter, der andere behindert oder gefährdet, kann als Ordnungswidrigkeit geahndet werden.

Lässt dich die App die Fahrt nicht beenden, stehst du in einer Verbotszone oder ausserhalb des Gebiets. Fahr hinaus: Solange die Fahrt läuft, zahlst du weiter.

Bussgelder: Parkverstösse, die der KOD registriert, gibt er laut Stadt an den Fachdienst Verkehr weiter; in der Regel folgt eine kostenpflichtige Verwarnung. Wer einen Scooter so abstellt, dass Rettungswege oder Gehwege blockiert sind, muss laut Stadt seit Mai 2026 konsequent mit Bussgeldern rechnen.

Falsch abgestellt? Für Hinweise zu Voi und Lime nannte die Stadt im Februar 2025 eine eigene Plattform, den Scooter-Melder.

E-Scooter in Bus und Bahn: hvv und Schleswig-Holstein-Tarif

Busse: In Schleswig-Holstein ist die Mitnahme von E-Tretrollern im Busverkehr laut NAH.SH aus Sicherheitsgründen untersagt, auch mit Allgemeiner Betriebserlaubnis oder Kennzeichen. Im Gebiet des Hamburger Verkehrsverbunds (hvv) gilt dieses Verbot nicht: Dort gelten laut NAH.SH die Regeln des hvv oder des Busunternehmens, das dich befördert. Frag im Zweifel vor der Fahrt nach.

Züge: Ein E-Tretroller in Fahrradgrösse braucht laut NAH.SH im Schleswig-Holstein-Tarif eine Fahrradkarte; die Fahrradtageskarte kostet 6 €. Kleinere oder zusammengeklappte E-Tretroller fahren kostenlos mit, wenn sie wie Handgepäck untergebracht sind und Platz ist. NAH.SH bittet, den Roller schon vor dem Einsteigen zusammenzuklappen. Liegen Start und Ziel im hvv, gilt der hvv-Tarif.

Sperrzeiten: Für E-Tretroller in Fahrradgrösse gelten laut NAH.SH dieselben Regeln wie für Fahrräder. Fahrräder dürfen im hvv montags bis freitags von 6 bis 9 Uhr und von 16 bis 18 Uhr nicht in U- und S-Bahnen und nicht in die AKN, auch nicht mit Fahrradkarte; in den Hamburger Sommerferien entfallen diese Sperrzeiten.

Wie bei Fahrrädern gilt: Ein Recht auf Mitnahme gibt es nicht, und Kinderwagen und Rollstühle haben Vorrang. Mit einem Leih-Scooter beendest du die Fahrt am besten vor dem Bahnhof, ausserhalb der Verbotszonen, und mietest am Ziel einen neuen.

E-Scooter-Regeln in Pinneberg: Bussgelder, Alkohol, Helm

In Pinneberg gelten die deutschen Regeln: ab 14 ohne Führerschein (fürs Leihen gilt das Mindestalter des Anbieters), bauartbedingt höchstens 20 km/h. Einen Helm musst du nicht tragen; die Stadt empfiehlt ihn.

Bussgelder für E-Scooter-Fahrer (Regelsätze, Stand Oktober 2026)
VerstossHeuteAb 1. März 2027
Auf Gehweg oder in Fussgängerzone gefahren15 €, bis 30 € mit Behinderung, Gefährdung oder Schaden25 €, bis 40 €
Nebeneinander gefahren15 €, bis 30 €erlaubt, wenn niemand behindert wird
Zu zweit auf einem Scooter10 € (Tatbestandskatalog des KBA)25 €
Rote Ampel60 €, 1 Punktunverändert
Handy in der Hand100 €, 1 Punktneu geregelt, Betrag noch offen
Ab 0,5 Promille500 €, 2 Punkte, 1 Monat Fahrverbot, auch fürs Autounverändert

Auf dem Scooter gelten die Promillegrenzen fürs Auto, darauf weist auch die Stadt hin: Ab 1,1 Promille ist es eine Straftat, der Führerschein ist dann in der Regel weg; unter 21 oder in der Probezeit gilt 0,0.

Alles Weitere, auch was sich am 1. März 2027 ändert, steht in den E-Scooter-Regeln für Deutschland.

Schon gewusst? Pinneberg und seine Roller

  • Die ersten Leih-E-Bikes. Mit Dott sollten im März 2025 laut Unternehmen auch 50 E-Bikes kommen, laut Stadt die ersten Leih-E-Bikes in Pinneberg.
  • Für die letzte Meile. E-Scooter könnten bei emissionsfreier Mikromobilität eine wichtige Rolle spielen, sagte der Bürgermeister im Mai 2026, vor allem auf dem Weg von der Haustür zu Bus und Bahn. Die Richtlinie soll sie laut Stadt als Ergänzung im Mobilitätsmix etablieren, besonders für kurze Strecken und den Pendelverkehr.

Häufige Fragen

Welche E-Scooter kann ich in Pinneberg leihen?
Lime vermietet in Pinneberg. Im März 2025 starteten laut Stadt auch Voi und Dott; ob sie heute noch hier vermieten, zeigt dir ihre App. Gemietet wird in der App des Anbieters; ab welchem Alter du mietest, schau in der App nach. Freie Lime-Scooter zeigt auch die Live-Karte rund um Pinneberg.
Wie viele Leih-Scooter will die Stadt Pinneberg erlauben?
Laut ihrer Sharing-Richtlinie vom Mai 2026 künftig höchstens 300 im ganzen Stadtgebiet; 5 Prozent der Flotte müssen in Waldenau stehen. Jeder Anbieter braucht eine Sondernutzungserlaubnis für höchstens zwei Jahre und zahlt 50 € je Roller und Jahr.
Wo darf ich den E-Scooter in Pinneberg nicht abstellen?
Laut Stadt nicht auf Grünflächen, in Parkanlagen, rund um Schulen und in der Fussgängerzone; dort lässt sich die Fahrt nicht beenden. In der Innenstadt sollen Leih-Scooter laut der Richtlinie künftig nur auf ausgewiesenen Stellflächen stehen. Sonst gilt: am Strassenrand oder auf dem Gehweg, ohne jemanden zu behindern.
Darf ich mit dem E-Scooter durch die Fussgängerzone fahren?
Nein, nur wo ein Schild «Elektrokleinstfahrzeuge frei» es erlaubt. Polizei und Ordnungsdienst arbeiten seit April 2026 in der Innenstadtwache zusammen, und im Mai 2026 kündigte die Stadt schärfere Kontrollen an; heute kostet das 15 bis 30 €. Ab 1. März 2027 öffnet bundesweit auch «Radverkehr frei» eine Fussgängerzone für E-Scooter, im Schritttempo.
Darf ich einen E-Scooter in Bus und Bahn mitnehmen?
In Bussen in Schleswig-Holstein sind E-Tretroller laut NAH.SH verboten; im Gebiet des hvv gilt das Verbot nicht, dort gelten die Regeln des hvv oder des Busunternehmens. In Nahverkehrszügen fahren kleine oder zusammengeklappte E-Tretroller laut NAH.SH kostenlos mit, grössere wie ein Fahrrad. Einen Leih-Scooter stellst du vor dem Bahnhof ab.